haikuArt

Zauber der kleinen Form

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Herzlich willkommen

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Unsere wunderschöne Welt entwickelt sich weiter,
und mit ihr auch wir.

Im Fluss des Lebens
werden wir uns unserer
fantastischen Möglichkeiten,
unserer Entscheidungen,
und des Fussabdrucks, den wir hinterlassen, bewusst.
Wie die Natur, die uns umgibt,
finden wir neue, spannende Wege, um zu wachsen,
die festen Strukturen, die uns einschränken, aufzuweichen,
unsere Kreativität freizusetzen
und um unser Leben, unsere Arbeit
und unsere Welt mit neuen Augen zu sehen.

Ich erlaubt mir meiner Leidenschaft nachzugehen,
nach meinen Werten zu leben,
genau die Person zu sein, die ich bin.

Ich lade sie ein auf eine Reise,
hin zu meiner Kunst.

Willkommen in einer sich ständig verändernden
Welt mit fliessenden Übergängen.
Willkommen bei haikuArt.

Info

INFO
Stöbern Sie ein wenig auf meiner Homepage, und machen Sie sich ein Bild über mein Schaffen!
Das Haiku

Haiku (jap. 俳句, dt. lustiger Vers; Plural: Haiku, auch: Haikus) ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die heute weltweit verbreitet ist.

Der Haiku gilt zusammen mit dem Senryū als die kürzeste Gedichtform der Welt. Formal sind die beiden Formen identisch. Während das Haiku aber mehr der Natur zugewandt ist, befasst sich das Senryū mehr mit dem Persönlichen, dem Emotionalen.

Zu den bedeutendsten Haiku-Dichtern zählen Matsuo Bashō (1644-1694), Yosa Buson (1716-1783), Kobayashi Issa (1763-1827) und Masaoka Shiki (1867-1902). Bashō erneuerte mit seinen Schülern die Haikai-Dichtung und ermöglichte ihr die Anerkennung als ernsthafte Literatur. Shiki gilt als Begründer des modernen Haiku. Er war es, der den Begriff Haiku prägte (gegenüber dem älteren Haikai oder Hokku).

Japanische Haiku bestehen meistens aus drei Wortgruppen von 5 – 7 – 5 Lauteinheiten, wobei die Wörter in den Wortgruppen vertikal aneinander gereiht werden. Unverzichtbarer Bestandteil von Haiku sind Konkretheit und der Bezug auf die Gegenwart. Vor allem traditionelle Haiku deuten eine Jahreszeit an. Als weiteres Wesensmerkmal gelten auch die nicht abgeschlossenen, offenen Texte, die sich erst im Erleben des Lesers vervollständigen. Im Text wird nicht alles gesagt, Gefühle werden nur selten benannt. Sie sollen sich erst durch die aufgeführten konkreten Dinge und den Zusammenhang erschließen.

Im Deutschen werden Haiku in der Regel dreizeilig geschrieben. Bis um die Jahrtausendwende galt zudem die Vorgabe von 5-7-5 Silben. Davon haben sich allerdings die meisten deutschsprachigen Haijin (Haiku-Poeten) entfernt. Sie weisen darauf hin, dass japanische Lauteinheiten alle gleich lang sind und weniger Information tragen als Silben in europäischen Sprachen. 17 japanische Lauteinheiten entsprechen etwa dem Informationsgehalt von 10 – 14 deutschen Silben. Deshalb hat es sich mittlerweile unter vielen Haiku-Schreibern europäischer Sprachen eingebürgert, ohne Verlust des inhaltlichen Gedankengangs oder des gezeigten Bildes mit weniger als 17 Silben auszukommen.

Moderne Haiku-Schulen hinterfragen weltweit zudem nicht nur die traditionellen Formen, sondern auch manche Regeln der Textgestaltung und versuchen, neue Wege zu gehen.

Atelier und Galerie

Mein Atelier befindet sich nahe der Stadtgrenze Baden/Wettingen
und ist umgeben von drei Japangärten.

Manchmal findet im Atelier, welches auch als Galerie dient, eine Ausstellung statt.
Wenn Sie zu diesen Ausstellungen gerne eingeladen werden möchten, melden Sie sich unter Kontakt dafür an.
Sie erhalten dann jeweils eine persönliche Einladungskarte zugesandt.
Ich freue mich auf Ihren Besuch.

meine Japangärten

Meine Japangärten

so finden sie mich

So finden sie mich

Mein Lehrer

Mein Lehrer

Kazuaki Tanahashi ist 1933 in Japan geboren.
Seit 1977 in den Vereinigten Staaten tätig als Maler, Schriftsteller, Friedens- und Umweltaktivist.
Kaz's "Ein-Strich-Zeichnungen", seine mehrfarbigen Zen-Kreise und Kalligrafien wurden in Einzelausstellungen auf der ganzen Welt gezeigt.

Er hat diverse Bücher veröffentlicht.
Auf Deutsch sind erschienen:
Der Zen-Meister Hakuin-Ekaku, Zen-Geist/Zen-Kunst und NARREN-alte buddhistische Geschichten voller Weisheit und Ironie aus dem EINHUNDERT PARABEL SUTRA.

Von 1960 an hat er die meiste Zeit seines Lebens der Uebersetzung von Zen-Meister Dogens Schriften gewidmet. Er ist Mitglied der "World Academy of Art and Science" und Gründungsdirektor der Organisation "A World without Armies".

Ausstellungen OnePagNavigationspunkt

Ausstellungen

Kunstschau 2023

2023
KUNST-SCHAU WETTINGEN
JAHRESAUSSTELLUNG DER WETTINGER KUNSTSCHAFFENDEN
Galerie im Gluri Suter Huus Bifangstrasse 1 5430 Wettingen
Abbildung 1-3 Mikado ( Karton/ Buchbinderleim/Acrylfarbe)

Art in a Box

2023
Art in a Box
Schmuckstücke-Kunststücke

Kreieren heisst bisweilen auch entspannen,
erholen und sich in der Freude am Tun verlieren,
ohne wirklich über das Ergebnis nachzugrübeln,
dann "wieder Bodenhaftung aufnehmen",
d.h. im Nachhinein ein Ziel,
eine Zweckmässigkeit finden.

Kreieren erfordert Flexibilität.
sich Zeit nehmen können
um sein Leitbild zu verinnerlichen,
ein Projekt reifen zu lassen,
es zu vertiefen,
ihm meinen persönlichen Stil zu geben....

Das Resultat heisst dann

Art in a Box

Entfaltungen

2023
Entfaltungen

Ein wichtiges Prinzip in der japanischen Kunst ist die Technik des yohaku-no-bi, wörtlich übersetzt „die Schönheit des übrig gelassenen Weiss“.
Es zeigt sich in den freien Flächen von Zen-Gärten, den leeren Bereichen von Zen-Bildern oder auch den klaren, kargen Einrichtung von Zen-Räumen.
Nicht, das, was da ist, sondern das, was ausgelassen wurde, steht eigentlich im Blickpunkt.
Yohaku-no-bi manifestiert sich in den Arbeiten aller japanischen Gestalter, Architekten und Künstler unserer wie vergangener Tage als “Sparsamkeit der Form“.
Es wirkt durch den Verzicht auf konkurrierende Elemente in einem Entwurf oder den zurückhaltenden Einsatz der Pinselstriche in einem Bild.
Das Paradox des „nicht Erfassten, aber fassbar gemachten“ erzeugt eine dynamische Spannung,
die zunächst als Unvollkommenheit empfunden wird, bei näherer Betrachtung aber die Vollendung der Arbeit umso deutlicher offenbart.
Yohaku-no-bi ist zutiefst in der Zen-Lehre verwurzelt,
was auch daran erkennbar wird, dass sich Meditierende auf (die Leere) und mu (das Nichts) konzentrieren sollen.

Mit diesem Projekt versuchte ich Zugang, zu diesem nicht leicht verständlichen Konzept zu finden.
Die Ausstellung "Entfaltungen" war meine Antwort darauf.....
Video Entfaltungen ansehen....

Kunstschau 2022

2022
KUNST-SCHAU WETTINGEN
JAHRESAUSSTELLUNG DER WETTINGER KUNSTSCHAFFENDEN
Galerie im Gluri Suter Huus Bifangstrasse 1 5430 Wettingen
Abbildung 1-4 Faltungen ( Pappmaché Eisengrundierung Acrylfarbe)

Schnittblumen

2022
Schnittblumen

Die Ausstellung und das Video "Schnittblumen" ist eine Antwort auf die Kunst des Ikebana

Ikebana - Der Weg der Blumen

Ikebana ist ein Transformationsprozess, ausgelöst durch eine menschliche Handlung, der natürliche Pflanzen in neue Kompositionen verwandelt.
Die Silbe ike bedeutet leben, am Leben erhalten, neues Leben geben und arrangieren.
Die Silbe bana bedeutet Blume.
Ikebana ist aber weit mehr als einfaches Blumenstecken. Ikebana zu arrangieren verlangt das Suchen, Finden und Weiterentwickeln der Essenz einer Blume und das Hervorheben ihres Charakters.
Ikebana wird von den Japanern als verfeinerte, subtile und vollendete Kunstform betrachtet.
Die beharrliche Ausübung von Ikebana ist nicht nur frei von jedem Wettbewerb sondern öffnet den Weg zu sich selbst. Ikebana lehrt den Ikebanisten den Weg zur Einfachheit.
Ikebana verbindet die natürliche Schönheit der Pflanzen mit der Sensibilität des Menschen der sie arrangiert und hat zum Ziel den Betrachter zu berühren und zu erfreuen.
Das Stecken eines Ikebanas stärkt die Beziehung zwischen Mensch und Natur. Ikebana ist eine Form des persönlichen Ausdrucks. Es lehrt uns Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Kunstschau 2021

2021
KUNST-SCHAU WETTINGEN
JAHRESAUSSTELLUNG DER WETTINGER KUNSTSCHAFFENDEN
Galerie im Gluri Suter Huus Bifangstrasse 1 5430 Wettingen
Abbildung 1-4 Nagori jap. Die Sehnsucht nach der von uns gegangen Jahreszeit (Monotypien auf Leinwand)

Kunstschau 2020

2020
KUNST-SCHAU WETTINGEN
JAHRESAUSSTELLUNG DER WETTINGER KUNSTSCHAFFENDEN
Galerie im Gluri Suter Huus Bifangstrasse 1 5430 Wettingen
Abbildung 1-4 Wellen ( Mixed Media auf Leinwand)

BlattGold

2019
BlattGold

Die Efeublätter
Nun ausnahmslos erzittern
Im Sturm des Herbstes.
Haiku von Kakei

mehr...

Monotypien

Mit der Monotypie können ausdruckstarke Einmaldruck hervorgebracht werden,
welche die Vorteile des Druckens mit der Spontaneität des Malens und Zeichnens verbinden.
Das Darstellungsspektrum bei dieser Technik reicht von zart larvierten bis zu leuchtend satten Farbflächen.

Paravents

Die Idee zu diesen Bildern fand ich in den in japanischen Häusern aufgestellten meist mehrteiligen Paravents. Diese sind farblich mehrschichtig aufgebaut: Mehrere goldfarbige Farbschichten werden aufgetragen und dann wird mit schwarzer Tusche ein Motiv auf den goldenen Untergrund gezeichnet. Die ganz alten Paravents sind auch mit Blattgold beschichtet.....

Ich baue meine Bilder ebenfalls in mehreren goldfarbigen Schichten auf.
Mit in der Natur gesammelten und schwarz eingefärbten Blättern drucke ich dann die Blattstruktur auf die Goldschicht.
Wobei ich darauf achte, dass sich spannende Strukturen, die sich überlagern ergeben...

kreuz und quer

2019
kreuz & quer

Walter Nehoda
Bilder

Anita Furrer
Keramik
www.keramik-furrer.ch

Opus und Kinchaku

2018
Opus und Kinchaku

Mixed Media auf leinenartigem Papier

Opus

lud dazu ein, Möglichkeiten der Gestalltung mit Farben zu zeigen.

"Aus den Mitteln heraus arbeiten, ergibt die Kunst.
Der Maler hat für seine Darstellung nur diese zur Verfügung.
Er kann keine echten Gegenstände in das Bild einbringen,
er kann nur Linien, Formen, Tonwerte und Farben verwenden,
um damit all das, was ihm vorschwebt und was er vor sich sieht
- also auch das Gegenständliche - darzustellen.
In diesem Ausdruck ist seine Kunst enthalten,
daher liegt seine Kunst in den Mitteln."
Katsushika Hokusai

Selbst als Geist
hätte ich Freude daran,
über Sommerwiesen zu streifen.
Katsushika Hokusai

Kinchaku

Kinchaku sind traditionelle japanische Stoffbeutel, welche in Japan als Handtaschen zum Kimono getragen werden. Sie eignen sich auch perfekt zum Aufbewahren kleiner „Kostbarkeiten“ aller Art.

Meine “ Kinchaku“ sind in unterschiedlichsten Farben aus schönen und besonderen Stoffen - oft Seide – gestaltet. Die Beutel sind gefüttert und mit einem Innentäschli versehen.
Jedes „Kinchaku“ ist ein Unikat.

Seaside & Kimono

2018
Seaside & Kimono
Seaside

Bilder
schwarze Japantusche auf naturweissem Papier

Es ist wie mit dem Meer.
Die Leute können es einem noch so oft beschreiben,
aber man muss es selbst sehen.

Als einziges Element in der Natur vermag Wasser Licht zu spiegeln und ein Abbild zu erzeugen.
Meine künstlerische Beschäftigung mit dem Phänomen greift diese Realitätsebene auf.
Wirkungsweisen der Spiegelungen sind die Verdoppelung des Motivs
oder Verzerrungen auf einer unruhigen Wasseroberfläche
sowie die Verbindung von Himmel und Wasser durch Licht.

Das Meer im Frühling
Den lieben, langen Tag durch
Ein Auf und Ab nur.
Haiku von Buson

Kimono

Germaine Springinsfeld

Freude an schönen Stoffen und Lust am Nähen begleiten mich seit meiner Kindheit.

Zu meinem Projekt «Kimono» inspirierten mich die japanischen Blaustoffe:
blau/weiss bedruckte Baumwollstoffe mit traditionellen Mustern
wie etwa stilisierte Wellen, Bambus oder Kiefernadeln.

In Japan werden diese Stoffe für leichte Sommerkimonos (Jukata) verwendet,
aber auch für Jacken (z. B. Hippari/Hanten) und Hosen als Freizeit- oder Arbeitsbekleidung.

Der Begriff «Kimono» bedeutet eigentlich nur «etwas zum Anziehen».
Meine Modelle - alles Einzelstücke – basieren auf japanischen Schnittmustern.
Die Schnitte sind jedoch teilweise abgewandelt im Hinblick auf westliche Bedürfnisse und Tragbarkeit in unserem Lebensalltag.
Sie sollen bequem und praktisch sein, aber trotzdem die schlichte Anmut und Klarheit der japanischen Schnitte behalten.

begreifen-berühren-bewegen

2017
begreifen-berühren-bewegen
Der Weg des Schreibens
Klick auf das Bild zeigt mehr Info

Shodo, der „Weg des Schreibens„, ist mehr als blosses Schönschreiben: Es ist eine Schriftkunst. Der Kalligrafiepinsel in der Hand eines Shodo-Meisters folgt beim Schreiben einer genauen Abfolge von Bewegungen. Jedes japanische oder chinesische Schriftzeichen (Kanji) besitzt eine festgelegte Strichreihenfolge die stets einzuhalten ist. Die Kunst besteht darin, innerhalb dieser Vorgaben seine eigene Interpretation der Zeichen zu finden. Bereits in der Ausbildung der Samurai wurde neben dem Erlernen der Kriegskunst großer Wert auf das Erlernen japanischer Schriftzeichen und Kalligrafie gelegt. Auch heute geniesst Shodo - wie Ikebana - internationales Ansehen als eine der herausragenden japanischen Künste.
Eine einmal ausgeführte Bewegung des Kalligrafiepinsels ist nicht mehr korrigierbar und verbleibt in Form von schwarzer Tusche auf weißem Japanpapier. Jeder Strich der Schrift verewigt so den Moment seiner Erschaffung und die geistige Haltung des Shodo-Meisters. Die japanische Kalligrafie ist auf diese Art auch immer eine meditative Übung, während der alle äusseren Einflüsse ausgeblendet werden können.

Entstanden sind Bilder in Anlehnung an die japanischen Schriftzeichen.

Muschelweiss

2016
Muschelweiss
Weiss ist Empfänglichkeit

Weiss als solches gibt es nicht. Was es gibt, ist eine Empfänglichkeit dafür, Weiss zu empfinden. Deshalb kann man auch nicht nach Weiss suchen. Stattdessen müssen wir danach suchen, wie wir Weiss empfinden. Dabei werden wir ein Bewusstsein für Weiss entwickeln, das etwas weisser ist als das uns bekannte übliche Weiss. Und dann erst werden wir ein Weiss bemerken, das überraschend vielfältig mit der japanischen Kultur verwoben ist. Wir werden Begriffe wie Stille und Leere verstehen und die ihnen innewohnenden, unterschiedlichen Bedeutungen entdecken. Je enger unsere Beziehung zu Weiss wird, desto leuchtender wird unsere Welt und desto intensiver werden die Schatten.

WEISS von Kenya Hara
Aus dem Japanischen von Anita Brockmann

Die Wellen des Meeres sind für Maler äusserst reizvolle Motive,
ganz besonders in Küstennähe, wo die Elemente Wasser und Erde
aufeinandertreffen und sich vermischen. Diese Orte des Zusammentreffens der
Elemente sind vielfältig symbolisch aufgeladen.
Wer den Blick aufs Meer richtet, wendet dem Land und damit der Zivilisation den Rücken zu.
Das Bild der Welle im Ozean:
Die Welle glaubt zu entstehen und zu vergehen, aber sie ist einfach nur Wasser in verschiedenen Formen.
Wir werden nicht wirklich geboren und sterben nicht wirklich - nicht mehr, als solch eine Welle entseht oder vergeht. Alles ist nur Meerwasser, das verschiedene Zustände durchläuft.
Die Herausforderung für mich als Künstler besteht darin, ein Phänomen,
das sich in konstanter Bewegung befindet, in einem einzigen Moment
festzuhalten und zu fixieren.
Entstanden sind monochrome Bilder in Weiss, in muschelweiss!

Zur Morgenstille
Da kamen weisse Wellen,
Die ich doch so gerne hab,
Und die mir doch trotz allem
Der Wind nicht näher brachte.
Tanka von Manyôshû

Eine Wolkenentdeckungsreise

2015
Eine Wolkenentdeckungsreise

Das ideale Bild zu Wolken ist die Blumenwiese. Auf dieser liegt man auf dem Rücken,
blickt entspannt ins unendliche Blau des Himmels, Wolken ziehen vorüber. Wolken sind konsequent individualistisch, haben etwas angenehm Antiautoritäres.
Wolken sind undogmatisch, wechseln pausen- und mühelos ihre Erscheinung und lassen sich nicht immer benennen.
Wolken sind nicht nur von ausschlaggebender Bedeutung für das Klima und die Existenz der Menschheit schlechthin, sie sind durch ihre vielfältigen Formen und faszinierenden optischen Farbeffekte auch von hohem ästhetischem Reiz. Es sind flüchtige Meisterwerke, deren Leichtigkeit bezaubert, die uns aber anderseits zur Gelassenheit und Bescheidenheit führen, da sie -so flüchtig sie sind - uns ewig überdauern. Ihre Vergänglichkeit mündet in Metamorphose, unsere in den Tod. Die ständige Veränderung der Wolken reizt uns zum Gestaltsehen, zur Assoziation.
Ihre stetig ändernde Form, ihre Variationen in feinsten Nuancen ergeben einen unendlichen Prozess.
Wolken sind, wie die Kunst, nur subjektiv beurteilbar.
Wolken sind immer "irgendwie wie !"
Die Ausstellung "WOLKEN" war meine Antwort auf dieses immer

"irgendwie wie"

Inspiriert haben mich auch die Haikus der alten Meister der Haiku-Dichtkunst.
Viele von ihnen haben in ihren Gedichten Wolken miteinbezogen.
Einige Beispiele dazu:

Aus weissen Wolken
Hoch oben ein Gezwitscher:
Die Haubenlerche!
Haiku von Kyoroku

Die Haufenwolken
Als weisse Segel sich just
Im Süden sammeln.
Haiku von Shiki

Im schwarzen Lichtschein
Bei tiefer Stille lautlos
Die Wolken ziehen.
Haiku von Shûson

Rost

2014
Bilder und Objekte

Die Ausstellung war eine Annäherung an das japanische Konzept.

"Wabi - Sabi"

Die damit verbundenen Vorstellungen von Schönheit sind viel mehr als nur eine Ästhetik, sie sind eine Form der Lebens- und Arbeitskunst

  • Wabi -Sabi bezeichnet die Schönheit unvollkommener, vergänglicher und unvollständiger Dinge.
  • Es bezeichnet die Schönheit anspruchsloser und schlichter Dinge.
  • Es bezeichnet die Schönheit unkonventioneller Dinge.

Mit dem Charakter solcher Dinge verbindet sich ein Haltung des Einfachen, eine gewisse Konsumdistanz und Ferne zu schnellen Moden. Um das an den Dingen wahrnehmen zu können, ist ein achtsamer Blick nötig. Und damit schulen wir direkt auch zwei für die Kreativität zentralen Aspekte: ästhetische Sensibilität und Konzentrationsfähigkeit! Die Dinge sollen uns an die Vergänglichkeit erinnern und dies soll zu einem ruhigen und klaren Geist führen.

Nicht etwa korrodierende schwere Eisenteile und Eisenplatten sind das Ausgangsmaterial,
sondern ganz andere Trägermaterialien wie Papier, Pappe und Karton.
Es ist faszinierend, wie sich mit Hilfe neuer Techniken verschiedenste Materialien in kurzer Zeit zu Kunstobjekten mit einmaliger Rostpatina verwandeln.

Kunstobjekte, die sich im Laufe der kommenden Jahre aber auch weiter verändern werden.
Bilder und Objekte, die nicht statisch sind, sondern sich entwickeln und ihr Eigenleben leben.

Der Korrosionsprozess ist ausdrücklich ästhetisch erwünscht.

circles

2013
Tuschbilder

Wie verschieden von der Vollkommenheit des geometrischen Kreises ist doch der Zen-Kreis, oder Enso, der asiatischen Kalligraphie. Asymmetrisch, unregelmässig, unberechenbar und aus dem Gleichgewicht manifestiert das Enso ein anderes Verständnis von Perfektion und Ganzheit, einen direkten und spontanen Ausdruck bedingungsloser, grenzenloser Gegenwart.
(S. Chayat)
Kazuaki Tanahashi sagt:
"Der Kreis gehört allen. Es gibt so viele verschiedenen Kreise, und dennoch halten sie alle Leute zusammen."

"Kreise befinden sich überall, sichtbar und unsichtbar, mikroskopisch klein, oder so weit weg, dass sie nur durch ein Fernrohr erblickt werden können, sie befinden sich innerhalb von Zellen oder ausserhalb im Raum."

"Man tritt in den Kreis und er offenbart sich durch die frische Begegnung mit diesem besonderen Augenblick."




gewidmet meinem Lehrer Kazuaki Tanahashi
liebevoll "Kaz" genannt!

Patterns

2012
Patterns

Walter Nehoda
Bilder

Daniela Maraini
Schmuck


Das Auffallendste jeder Struktur und jedes Musters ist seine Farbe. Dieselbe Struktur oder dasselbe Muster kann in einer anderen Farbgebung ganz anders aussehen und es sind unendlich viele Farbvariationen machbar. Viele Faktoren sind beteiligt, wenn man bewusst ein Farbschema produzieren will, so dass es umso faszinierender ist, wenn man eine zufällige Entsprechung zwischen Naturphänomenen und künstlicher Kreation entdeckt! Die Natur ist mir dabei eine unerschöpfliche Inspirationsquelle. Flora und Fauna bieten in Bezug auf Farbe und Muster fertige Designmodelle an. Himmel, Erde und Wasser zeigen während des fortwährenden Schauspiels von Sonne und Mond am Tag und in der Nacht veränderliche Farb- und Musterpaletten an. Ich muss nur genau beobachten und mir auch die Zeit nehmen dies zu tun.

Die Ausstellung Patterns" ist eine Antwort auf diese Beobachtungen

Bambus - Schilf

2012
Bambus - Schilf

"Du musst sie selbst sehen, die Schilfblüten, getränkt im Mondlicht."

Eine Ausstellung zusammen mit der
Keramikerin
Anita Furrer

Walter Nehoda
Bambus und Schilf
Monotypien

Anita Furrer
Poesie in Wort und Schrift
Keramik

mit Musik von
Richard Stagg
shakuhachi
the japanese bamboo flute
Musik (CD)

Wasser

2012
Wasser

Jedes Wasser erzählt eine andere eigene Geschichte.
Hinter der chemischen Aufschlüsselung von zwei Molekülen Wasserstoff und einem Molekül Sauerstoff verbergen sich Phänomene, die sich gängigen naturwissenschaftlichen Rastern bis heute entzogen haben:
H2O+X könnte die Formel lauten.

Mit der Kamera, mit Farben und Pinsel versuche ich die Vielfarbigkeit und die Schönheit des Wassers einzufangen.
In Strukturen von bestechender Schönheit und ungeahntem Formenreichtum blicke ich auf die gestaltgebenden Kräfte, die allem Leben innewohnen.
Wasser ein Spiegel der Umwelt?
Ich muss erkennen dem Wasser bleibt nichts verborgen!
Wasser hat ein Gedächtnis!

Wasserwalze

Burgunderalgen

Nuphar lutea

Zen

Nordlicht

2011
Nordlicht


In Schottland nieselt es häufig.
Regnet es oft.
Schüttet es kräftig.
Das Wasser stürzt in allen erdenklichen Formen vom Himmel.
Nicht wenige werden denken: Wie kann man in einem solch «nassen» Land nur gerne fotografieren?
Und dann bricht im nächsten Moment die Sonne durch eine regenschwere Wolkendecke – und lässt die frischen Tropfen wie 1000 Diamanten glitzern.
Wolkenkonstellationen, neue Lichtreflexe – jeder flüchtig, ephemer, unwiederbringlich.

«Nordlicht» ist die fotografische Antwort auf 20 Jahre Reisen in Schottland.
Ist die Auseinandersetzung mit fotografischen Grenzsituationen.
Eine Entdeckungsreise ins Land der «flüchtigen» Lichter.

YIN - YANG

2011
YIN - YANG

Die Begriffe Yin und Yang haben ihren Ursprung im Taoismus und beziehen sich auf die gegensätzlichen Kräfte der Natur: Yin (unten, Erde, schwarz) und Yang (oben, Himmel, weiß). Yin und Yang sind polare Gegensätze, die jedoch in stetiger Wechselbeziehung stehen und sich gegenseitig fördern und begrenzen (Himmel-Erde, männlich-weiblich, Licht-Schatten). Keines überwiegt und jedes birgt in sich selbst auch ein Teil des Anderen und alles in jeweils runder, harmonischer Form.
Durch die Vereinigung von Yin und Yang entsteht das Universum und alles was darin ist. Das eine kann ohne das andere nicht bestehen und nur, wenn sie beide gleichzeitig existieren, ist die Ganzheit gegeben.
Die Ausstellung „Yin und Yang“ näherte sich auf bildhafte Weise diesen beiden gegenpoligen Begriffen und ihren Wechselbeziehungen.

haiku-Art

2010
haiku-Art

„Um Haiku zu schreiben, werde ein drei Fuss grosses Kind“.
So sagte Bashô, der Altmeister der Gedichtsform. Denn das Ziel der Haiku-Dichtung, die flüchtige Stimmung eines Augenblicks durch die knappe Form eines Dreizeilers zum Ausdruck zu bringen, lässt sich nur erreichen durch Schlichtheit der Sprache und ein Gemüt, das sich der unmittelbaren Sinneswahrnehmung ganz hingibt. Und damit nähert sich diese klassische japanische Gedichtform dem Geist des Zen-Buddhismus. Um die Mitte des 15. Jahrhunderts wurde das Haiku - damals noch Hokku genannt - zur beliebtesten Gedichtform der Japaner. Meine Bilder sind die moderne Antwort auf eine Auswahl dieser frühen Gedichte.

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Sie erreichen mich so:
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haikuArt
Feldstrasse 9
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Fotos & Bilder

Walter Nehoda

Programmierung & Umsetzung

Walter Nehoda
Feldstrasse 9
CH-5430 Wettingen

Letzte Änderung am Montag, 15. Januar 2024 um 13:37

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